| Große Variabilität der Verbindung: Es sind viele verschiedene
Verbindungen möglich
Phosphorsäureester werden in 5 Substanzklassen aufgeteilt:
- Phosphorsäuretriester
- Thionphosphorsäuretriester
- Thiolphosphorsäuretriester
- Dithiophosphorsäuretriester
- Phosphorsäurediester
Herstellung und Anwendung
Phosphorsäureester werden sehr unterschiedlich hergestellt und u.a. in
Kunststoffen und Lacken als Weichmacher eingesetzt, und sind Bestandteil
von Flammschutzmitteln, Härter, gelten als Beiz- u. Haftmittel beim
Aufbringen von Farben und Lacken, in der Metalloberflächenbehandlung als
reinigende, korrosionshemmende und haftvermittelnde Substanzen, als
Hilfsmittel für Textilien und Papier, als Putz- und Reinigungsmittel,
Hydraulik-Flüssigkeit , Öl- und Treibstoffadditive sowie zahlreiche
weitere Verwendungen. Eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung haben
Phosphorsäureester als
Pflanzenschutzmittel, insbesondere als
Insektizide.
Umwelteinfluss und Gesundheit
Einige Phosphorsäureester haben eine ähnlich haut- und
schleimhautreizende Wirkung wie Phosphorsäure.
Manche Verbindungen haben darüber hinaus eine nervenschädigende Wirkung.
Durch Einatmen, Verschlucken oder Hautkontakt können teilweise gravierende
Gesundheitsschäden, insbesondere Nervenschäden, auftreten.
Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung
Die Analyse von Phosphorsäureester wird seit den 80er Jahren zur
Beurteilung der Gewässergüte
herangezogen. Da die unterschiedlichen Phosphorsäureester sehr
unterschiedliche Wirkungen haben, gibt es kaum zusammenfassende
Untersuchungen zum Verhalten bei der
Abwasserreinigung. Bekannt ist, dass einige Phosphorsäureester sich im
Klärschlamm anlagern, was zu Problemen
führen kann, wenn der Klärschlamm
thermisch verwertet wird.
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