Filterhilfsmittel, Filtrationshilfsmittel

Filterhilfsmittel werden einem Filtrationsprozess hinzugegeben, um die Filtration zu ermöglichen, erleichtern bzw. zu beschleunigen. 

Sie haben bei der Filtration die Aufgabe, 

  • Suspensionen mit nur wenig Feststoffanteil die Bildung eines Filterkuchens zu ermöglichen oder 
  • bei schleimigen Feststoffen den sich sonst daraus bildenden zu dichten und schwer durchlässigen Filterkuchen aufzulockern. 
Filterhilfsmittel werden entweder der zu filtrierenden Suspension unmittelbar zugesetzt oder vor der Filtration als Hilfsschicht auf dem Filter gebildet. Die gebräuchlichsten Filterhilfsmittel sind Zellulose, Kieselgel, Kieselgur, Holzkohle u. Holzmehl. Sie wirken alle physikalisch-mechanisch und verändern nicht die chemische Zusammensetzung der Flüssigkeit zumal sie weitestgehend unlöslich sind

Bei schwierigen Klärfiltrationen werden auch dem Filtrationsprozess von Abwässern Hilfsmittel zugegeben. Vor allem bei Abwässern wird versucht, sehr feine Teilchen durch Zugabe von Flockungshilfsmittel zu agglomerieren, worauf sich diese dann leichter abtrennen lassen. Da diese den Filterprozess erleichtern können, werden sie in manchen Fällen fälschlicherweise auch als Filterhilfsmittel bezeichnet.